Auf zur Demo am 20. Juni gegen den Burschenschafterkommers in Innsbruck
AKS OÖ unterstützt Aktionsbündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus 15.06.09 - 15:43
Nein zum Kommers, Nein zu Rechtsextremismus!:center:1]]Vom 19. bis 21. Juni treffen sich rechtsnationale bis rechtsextreme
Personen und Gruppierungen in Innsbruck. Sie kommen nach Innsbruck,
weil ihnen der Tiroler Freiheitskampf vor 200 Jahren und die
Herz-Jesu-Feiern angeblich ein echtes Anliegen sind. Den Höhepunkt
bildet der Festkommers, der am Samstagabend des 20. Juni 2009 in der
Messehalle Innsbruck stattfindet.
Eingeladen haben schlagende Burschenschafter, die sich im Männlichkeitswahn bei "Mensuren" mit Säbeln das Gesicht verunstalten und dies als Zeichen von "Ehre" und "Tapferkeit" verbrämen. In ihren Reihen tummeln sich sowohl Rechtsextreme, Nazis und ihre Nachkommen als auch Kriegsverbrecher, Südtirol-Terroristen und von einem "Großdeutschland" träumende Ewiggestrige.
Tirol, Andreas Hofer und Tiroler Traditionen dienen derart Gesinnten nur als willkommener Deckmantel. In Wahrheit geht es um ihre völkisch bis rechtsextreme, jedenfalls aber menschenverachtende Ideologie.
Wer feiert sich da?
Unter den Veranstaltern finden sich die Innsbrucker Burschenschaften Brixia und Suevia. Die Suevia ehrt auf ihrem Denkmal unter anderem Hermann Lausegger, ein NS-Mörder und aktiv Beteiligter am Novemberpogrom 1938 in Innsbruck. Auf der Homepage der Suevia wird von der "Niederlage im Jahre 1945" und der "Siegerwillkür der Alliierten" gesprochen. In den Reihen der Brixia findet sich unter anderem mit Herwig Nachtmann ein 1995 nach dem Verbotsgesetz Verurteilter - seine Verurteilung hatte auf die Mitgliedschaft keine Auswirkungen. Die Universitätssängerschaft Skalden hat den ehemaligen KZ-Arzt Hermann Richter und Ferdinand von Sammern-Frankenegg, den Verantwortlichen für die Deportation der Warschauer JüdInnen als Mitglied in ihren Reihen. Diese Liste von Verbrechern gegen die Menschlichkeit in den Reihen der Burschenschaften lässt sich beliebig fortsetzen.
Der dritte Nationalratspräsident Martin Graf, der den "Ehrenschutz" des Treffens rechtsextremer Burschenschafter in Tirol übernommen hat, ist Mitglied der rechtsextremen Wiener Burschenschaft Olympia.
Gegen die antidemokratischen, rechtsextremen und rassistischen Umtriebe in Innsbruck gilt es für alle Demokratinnen und Demokraten lautstark die Stimme zu erheben.
Das Aktionsbündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus setzt am 20. Juni mit einer Demonstration für Freiheit und Demokratie ein gemeinsames Zeichen. Machen Sie mit!
Für eine Gesellschaft ohne Rassismus und Rechtsextremismus!
Für ein demokratisches und soziales Europa!
Für Vielfalt, gegen Einfalt!
Demonstration am 20. Juni 2009, Treffpunkt 15.00 Uhr Landhausplatz Innsbruck








