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1. Dezember Weltaidstag

01.12.09 - 21:34 Aktion kritischer SchülerInnen Oberösterreich: „Aids? Ned scho wieder...“! 

Anlässlich des Weltaidstages am 1. Dezember verteilt die Aktionkritischer SchülerInnen Oberösterreich (AKS OÖ) landesweit  inverschiedenen Schulstädten Flyer mit darauf angebrachten Kondomen.Damit soll die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, vor allem von SchülerInnen, auf das leider immer noch sehr wichtige gesellschaftlicheThema gelenkt werden.

Mitdem 1. Dezember gibt es einen öffentlichen Tag, an dem sich Menschen über AIDS Gedanken machen sollten. Es soll jedoch nicht bei einemeinzigen Tag bleiben!

„Aids? Ned scho wieder...“
„Viele Menschen reagieren mittlerweile gelangweilt, wenn AIDS oder HIVim Unterricht oder in den Medien vorkommt. Obwohl es in Österreich über4400 Neuinfizierungen pro Jahr gibt, glauben die meisten, ohnehin schonaufgeklärt zu sein!“, so Alexander Ooken, Landesvorsitzender der AKS OÖ. Sexualität darf kein Tabu sein!
In Österreichs Schulen findet kaum fortschrittliche Sexualpädagogik statt und daher haben junge Menschen einen sehr eingeschränkten Zugang zu Informationen und Service.
„In der Schule muss es endlich einen offenen Sexualkundeunterricht geben. Sowohl eine gleichberechtigte Darstellung von Homosexualität,weiblicher und männlicher Sexualität muss in solch einem tabulosen Unterricht platz haben, als auch offene Diskussionen über Schwangerschaftsabbruch und Geschlechtskrankheiten“, fordert Ooken. Extern geschulte PädagogInnen sollen dafür zuständig sein und bei SchülerInnen ein anderes Bewusstsein schaffen.
Damit der Umgang mit HIV und AIDS nicht länger ein Problem bleibt und sich wirklich alle dieser Gefahr bewusst sind, muss es vor allem in der Schule tiefgreifende Informationen und präventive Maßnahmen geben.
„Zusätzlich muss es für junge Mädchen die Möglichkeit geben, die ´Pille danach` rezeptfrei und leichter zu bekommen, genauso wie es an Oberstufenschulen eine kostenlose Abgabe von Kondomen geben muss!“

Auch die katholische Kirche muss ihre mittelalterlichen Anschauungen überdenken!

Die katholische Kirche ist nach wie vor der Meinung, dass es in einer Beziehung keinen Sex vor der Ehe geben soll, weil damit zum Beispiel auch Problemen mit Krankheiten wie AIDS entgegen gewirkt werden soll.Genauso stellt sich die Kirche gegen jegliche „unnatürliche“Verhütungsmittel wie zB die Pille. Denn mit empfängnisverhütenden Methoden würden Jugendliche angeblich die Verantwortung gegenüber demwerdenden Leben abgeben und entwickeln eine „unreife Sexualität, die für eine zukünftige Ehe ungeeignet ist“.
Diese konservativen Anschauungen gehen jedoch an der Lebensrealität von Jugendlichen vorbei und sind keinesfalls die Lösung für einenverantwortungsbewussten Umgang mit Sexualität und übertragbaren Krankheiten. „Denn Jugendliche haben Sex - wer ihnen den Zugang zu Verhütungsmitteln erschwert, riskiert damit bewusst gesundheitliche Folgen!“ so Alexander Ooken abschließend.
 
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